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"Hochhaus-Indianer"

Verrazano-Brücke

Diese beiden Irokesen arbeiten auf der Verrazano-Brücke bei New York, 200 Meter über dem Hudson River.

Im Nordosten der Vereinigten Staaten leben die Irokesen. Sie haben eine ganz besondere Begabung: Sie sind schwindelfrei. Ein Zufall half dies herauszufinden.
Vor vielen Jahren, noch vor dem zweiten Weltkrieg, wurde eine grosse Stahlbrücke über den Sankt-Lorenz-Strom gebaut. Eine Uferseite gehörte zum Reservationsgebiet der Mohawk, einem der ehemals sechs Irokesenvölker. Daher schlugen die Brückenbauer den Indianern vor, ihnen bei der Montage der Brücke zu helfen. Die Mohawk sagten zu. Schon bald kletterte eine Gruppe Männer geschickt wie Eichhörnchen an den gewaltigen Stahlteilen empor. Die Brückenbauer waren von den schwindelfreien Irokesen so beeindruckt, dass sie ihnen langjährige Arbeitsverträge anboten. Viele sagten zu, verliessen die Reservation und gingen auf neue Baustellen.

Seitdem gehören die Irokesen zu den besten amerikanischen Stahl-Hochbauern. Vor allem in New York, wo immer höhere Wolkenkratzer in den Himmel wachsen, sind sie gefragte Fachkräfte. Furchtlos und sicher balancieren sie hoch über den Strassen der Stadt. Damit sie sich in der ihnen fremden Grossstadt heimisch fühlen, haben sie und ihre Familien sich im New Yorker Stadtteil Brooklyn mittlerweile ein eigenes Viertel geschaffen.

Weniger gut geht es vielen anderen Stadt-Indianern. Sie sind in die Grossstadt gezogen, weil sie sich dort ein besseres Leben erhofften. Aber ihre schlechte Schulbildung liess den meisten von ihnen keine beruflichen Chancen. Die Umsiedlung in die grossen Städte war in den fünfziger Jahren von der Regierung gefördert worden. Damals gab es in den Reservationen noch weniger Arbeit als heute. Weit über 100.000 Indianer wechselten innerhalb von nur 10 Jahren in die Städte. Besser als zuvor geht es aber nur wenigen.

Quelle: web www.welt-der-indianer.de
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indianer.schutthalde.ch - letztmals geändert 05.09.2013